Die Columbreten – eine ganz besondere Inselgruppe!

Eigentlich hatten wir die Columbreten nicht auf dem Radar, aber nachdem wir es vorgezogen haben, die starken Gegenwinde in Dénia abzuwarten, haben wir unsere Route neu geplant. Wir wollen in zwei Schlägen von Dénia aus zu unserem Zielhafen Roda de Béra etwas südlich von Barcelona segeln. Der erste Schlag dauert ca. 15 Stunden und führt uns auf die Columbreten, eine Stecknadel im Balearenmeer!

Wir segeln Nachmittags in Dénia ab, um Frühmorgens anzukommen.

Die Temperaturen in der Nacht sind schon etwas frisch, aber die Bordküche ist warm 😉

Nach einer problemlosen Nachtfahrt mit unseren gewohnten Schichten kommen wir noch in der Dunkelheit an und können an einer Boje im Schutz eines erloschenen Vulkankraters festmachen – ein sehr spektakulärer Liegeplatz!

Diese vulkanische Inselgruppe ist ein Naturschutzgebiet und darf nur in Begleitung eines Rangers betreten werden! Da außer uns niemand hier ist, kümmern sich gleich zwei Ranger um uns – diese sind jeweils 15 Tage am Stück hier auf der Insel, dann werden sie für 15 Tage abgelöst…wir genießen die herrlichen Blicke und werden über Flora und Fauna informiert – soweit die sprachlichen Barrieren das zulassen…gottseidank ist das Englisch der Ranger besser als unser Spanisch…

Früher war die Inselgruppe nur von Schlangen, Skorpionen, Vögeln und vor allem Piraten bevölkert – für diese ein idealer Standort! Um 1855 wurde mit dem Bau des Leuchtturms begonnen, der 1859 fertiggestellt wurde. Die ganze Insel wurde abgebrannt, um die unzähligen (auch giftigen) Schlangen zu vernichten – sie waren für den Leuchtturmbau eine zu große Gefahr. Die Folgen für die Vegetation waren verheerend, aber über die Vögel und die Nachbarinseln ist wieder Vegetation aufgekommen, die nun entsprechend geschützt wird. Es gibt sogar eine endemische Blume – einzigartig in der ganzen Welt!

Die Skorpione kommen gerne bis in die Unterkünfte der Ranger…

Leichtturmwärter gibt es keinen mehr, dieser wird mittlerweile von der Küste aus ferngesteuert…

Diese winzige Inselgruppe war’s jedenfalls wert, besucht zu werden – heute Nachmittag geht’s weiter zu unserem “Überwinterungshafen” Roda de Béra.

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