Wir warten im Port Camarque in der Nähe von Aigues-Mortes das angekündigte Sauwetter ab – und das erweist sich als gut so. Es wäre keine Freude gewesen, bei so einem Wetter und bis 45 Knoten Wind draußen am Meer gewesen zu sein! Regen und Wind was das Zeug hält! Wir haben die Lenzöffnung am Dinghi geöffnet und das Dinghi schief aufgehängt, damit das ganze Regenwasser auslaufen kann – da hat sich ganz schön was angesammelt!


Für den nächsten Tag ist besseres Wetter angesagt und wir machen einen längeren Schlag, um die Flachgebiete des Rhone-Deltas weitgehend hinter uns zu bringen. Mit Sonnenaufgang geht’s bereits los – wir wollen mindestens bis Fos sur Mer kommen – etwa 47 Seemeilen.


Am frühen Abend laufen wir in Fos sur Mer ein – die Rhonemündung haben wir bereits hinter uns gelassen. Hier ist ein großes Industriegebiet beheimatet, das ich aus meiner Industrieanlagenbauzeit kenne – wir haben damals im Stahlwerk Fos sur Mer eine Stranggießanlage gebaut und eine Hochofen modernisiert…lang ist’s her!



Wir halten uns in Fos sur Mer nicht auf, sondern segeln am nächsten Morgen gleich weiter in die Calanque – hier wird die Küste wieder interessanter, die Ausläufer der Alpen treffen mit dem Mittelmeer zusammen. Weite Teile der Calanque sind ein Nationalpark mit Felsküste, Höhlen und Fjorden. Einige dieser Fjorde sind zum Schutz des hier wachsenden Posidonia-Seegrases Ankerverbotszonen, doch wir finden eine tolle Bucht, in der das Ankern erlaubt ist. Ein richtig malerischer Ort, der uns für die langen Segeletappen der letzten Tage entschädigt.



Wir machen eine Landgang, so sieht die Bucht von der Landseite aus:

Die Bordküche bleibt kalt, im einzigen Lokal der Bucht werden wir bestens versorgt!



Am nächsten Tag geht’s weiter nach La Ciotat, ein angenehm kurzer Schlag, und auch der Wind reicht aus – wir brauchen die “eiserne Genua” nicht. Man findet in der Calanque Kalkstein und Konglomerat – der Kalkstein ist naturgemäß weißlich, das Konglomerat rötlich – und man sieht genau, wo sich die Beiden mischen. Ein recht reizvoller Küstenstreifen hier!




Wir ankern in der Bucht von La Ciotat, in der auch eine Werft beheimatet ist – hier werden offenbar viele Superyachten aus der mondäneren Gegend weiter nördlich (St. Tropez, Cannes, Nizza, Monaco…) gewartet oder refitted. Morgen geht es weiter nach Toulon – hier wollen wir uns um einen Platz im Hafen für die Crossover bemühen, um die Sommermonate, in denen wir zu Hause sein werden, zu überdauern.








































































































































































































