Nach unserem Landausflug nach Carcassonne segeln wir von Leucate an das Cap d’Agde. Dort befindet sich eine riesiger Hafen umgeben von Feriendomizilen, Campingplätzen und auch Nudistensiedlungen und -stränden. Wir buchen auch hier zwei Nächte im Hafen, weil wir wieder einmal einen “Putz- und Schmiertag” brauchen. Die Crossover gehört gereinigt, wir müssen Wäsche waschen und meine Wartungsliste verlangt nach einem Wechsel der Kühlflüssigkeit im Schiffsdiesel. Auch der Wärmetauscher wird bei dieser Gelegenheit auf Verstopfungen geprüft und gereinigt – uns siehe da, einige Muscheln haben da schon zu wachsen begonnen!


Ein kurzer Besuch direkt beim Kap zeigt uns den vulkanischen Ursprung dieses kleinen Küstenabschnittes – sonst ist hier alles flach uns sandig.



Am Kap befindet sich ein Kriegerdenkmal und natürlich weht die Tricolore dort!


Die viele Arbeit am Boot muss auch belohnt werden 😉

Am nächsten Tag geht es von Cap d’Adge weiter bei kräftigem Wind gegenan, der nach ein paar Stunden aufkreuzen südlich dreht und und schnelles fortkommen bei Halbwind beschert – so wie angesagt.


Wir machen ca. 37 Seemeilen und laufen abends im Port Camargue ein. Da steht die Crossover wieder ruhig!

Wir sind hier im Delta der Rhone, das Land ist Schwemmland und daher flach soweit das Auge reicht. Die Lagunen sind riesengroß und das ganze Deltagebiet ist von Kanälen durchzogen. Diese wurden und werden als Transportwege genutzt, im Mündungsbereich der jeweiligen Flussarme sind Docks der Fischer und reger Marktbetrieb ist im Gange. Fischer haben Verkaufsstände und Gasthäuser direkt an den Anlegedocks – frischer kann man Fisch nicht bekommen!


Wir fahren mit unseren Bordrädern zwischen Kanälen und Lagunen ins Landesinnere und besuchen den Ort Aigues-Mortes. Der Ortsname leitet sich vom Wort Wasser und vom Wort Tod ab (Totes Wasser), was auf die salzhaltigen Lagunen zurückgeht.

Hier wurde im 13. Jahrhundert eine Siedlung und ein französischer Mittelmeerhafen etabliert. Eine riesige Stadtmauer wurde um die Siedlung gelegt, um Handelswege und Salzabbau entsprechend schützen zu können.




Im Inneren der Stadtmauern herrscht rege Betriebsamkeit und auch zu Essen gibt es Feines!


Eine Statue von Ludwig IX, der diesen Bau initiiert hatte, ziert heute noch den Hauptplatz von Aigues-Mortes. Er lies auch Kanäle zum Meer, nach Arles und nach Montpellier anlegen.

Um die Stadt herum prägt der Salzabbau die Gegend.




Nicht zu vergessen sind die Camarque-Pferde. Diese leben halbwild in der Landschaft und sind da und dort anzutreffen! In den Lagunen daneben gibt’s ganz viele Flamingos!


Wir radeln zurück zur Crossover und beschließen, noch einen weiteren Tag im Port Camarque zu bleiben – die Wettervorhersage macht ein Weiterkommen am Montag (4.5.) nicht möglich…da sind wir schon fast bei Sturmstärke und das genau aus der Richtung, in die wir wollen…

